Schicksalsfrage

Wollen, Sollen, Wünschen, Müssen

Was schenkt uns das Leben, was bürdet es uns auf?

Wenn es sich mit anderen Methoden herausfinden als durch Leben, dann zählt die folgende auch dazu:

Schicksalsfrage

Er, er, er liebt mich,
er liebt mich nicht,
was mir wohl die Rose spricht?
Ach, was muss ich bangen.
Hab ich's richtig angefangen?
hätt' ich lieber mir zum Ruhme
wählen sollen eine Sonnenblume?
War mein Anfang
liebster Wunsch mir o-
der unerkannte Angst?

Ich wünscht' das Zupfen
würde ewig dauern,
mit weit'ren Möglichkeiten
sehnend mich erschauern;
so zwischen Ja und Nein
mich leicht verlassen fühlend,
doch nicht ganz allein,
weil in zwei Fragen wühlend,
die mir viel näher liegen
als unerkannt mich anzuschmiegen.

Und wünsch' mir heimlich, nimm die Rose nicht,
nimm mich und schenk mir ein Gedicht
das mir von deiner Liebe spricht,
o, liebe, liebe, liebe mich!

Stenkamp #

[Nur nebenbei, dieses Gedicht lässt sich gender-integrativ an Freundinnen beiderlei Geschlechts richten! “Sie, sie, sie liebt mich, sie liebt mich nicht”]

Tja, als das Wünschen noch gegen anderes Schicksal half, ... andererseits heißen offene Wünsche manchmal auch Sehnsucht oder sind Handlungsaufforderung.

Nehmen wir uns mal an Lilith ein Vorbild.